Übersetzung: Dr. Rix, Englisches Seminar, Uni Kiel, sowie Markwart und Norbert Lindenthal

Preisträger der Gustav-Lindenthal-Auszeichnung 1999

Interstate-H-3-Brücke

Der Gustav-Lindenthal-Preis wird überreicht für eine besondere, neue sowie hervorragende Ingenieurleistung im Brückenbau, die in angemessener Weise Innovation in bezug auf Technik und Material erkennen läßt ebenso wie ästhetische Vollendung, Einklang mit der Umwelt oder die erfolgreiche Einbeziehung sozialer Faktoren.

Dem Interstate-H-3-Windward-Viadukt (wörtlich: Luvwärts-Viadukt) in Hawai wurde die erste Gustav-Lindenthal-Auszeichnung zuerkannt.

Empfänger der Auszeichnung war Kazu Hayashida, Direktor für Verkehrswesen der Behörde für Transportwesen (DOT) in Hawai.

Der mit einem Kostenaufwand von 140 Millionen Dollar erstellte Windward-Viadukt ist ein Abschnitt der H-3, die am Haiku-Eingang des Trans-Koola-Tunnels beginnt und über mehr als eine Meile hinführt zum kleineren Hospital-Rock-Tunnel. Der in einem Zeitraum von drei Jahren erbaute Viadukt besteht aus zwei Brücken, von denen jede ungefähr 2011 m lang ist.

Jede Brücke weist 24 Bögen auf. Die weiteste Spannweite beträgt 91 m.

Getragen werden die Brücken von Pfeilern mit einem Durchmnesser von 1,5 m, die mindestens 9 m tief in den Boden gegründet sind. Der Hauptpfeiler wird in kennzeichnender Weise von sechs Pfeilern ergänzt. Die Säulenhöhe der Pfeiler liegt zwischen 3,60 m und 48 m über dem Boden.

Einzelne Viaduktteile wurden auf dem Bauplatz Kapaa Quarry etwa 8 km vom Standort entfernt vorgefertigt. Die 1.338 Einzelteile in einer Länge von 2,40 m bis 3 m wurden mit Tiefladern antransportiert. Trossen (oder auch: Gitterelemente) von 117 m Länge wurden eingesetzt, um beide Viaduktkonstruktionen gleichzeitig zu errichten.

Die Brückensegmente wurden bewegt und eingefügt durch große Portalkräne mit einem Arbeitsbereich für jeweils eine Brücke. Stahlseile verbinden die einzelnen Brückenteile miteinander. Pro Tag wurden bis zu 16 Brückensegmente eingefügt.

Der für den Viadukt benutzte Beton wurde eingefärbt, so daß er mit der Färbung der Koolau-Berge übereinstimmt.

Text zur Verfügung gestellt vom Magazin Roads & Bridges

17. Internationale Jahreskonferenz über Brücken

12.–14. Juni 2000

im Pittsburger Hilton- und Towers-Hotel

Pittburgh, Pennsylvanien

Als Staat wird Kentucky im Blickpunkt stehen

Die Internationale Brückenkonferenz (IBC) bildet ein Forum für führende Vertreter von Wirtschaftszweigen, die sich mit Brücken beschäftigen, so auch für Betreiber, Forscher, Bauingenieure, Pädagogen, Zulieferer und Bauunternehmer. Die IBC unterstützt und fördert durch ihr technisches Programm Informationsaustausch, Vorgänge und Verfahren in bezug auf Brückenplanung, -überprüfung und -konstruktion. Seit September 1999 wurde dazu aufgefordert, Beiträge für die Konferenz im Jahr 2000 beizusteuern. Diese können auch per E-Brief eingereicht werden.

Jedes Jahr überreicht die Ingenieurvereinigung von Westpennsylvanien in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Roads & Bridges sowie der Firma Bayer Corporation die IBC-Preise als Höhepunkt der Konferenz. Die John-A.-Roebling-Auszeichnung, die Georg-S.-Richardson-Auszeichnung und die Gustav-Lindenthal-Auszeichnung werden am ersten Konferenztag im Rahmen eines formellen Mittagessens überreicht.

• Die John-A.-Roebling-Auszeichnung

wird verliehen für Lebensleistungen im Ingenieurwesen für Brückenbau. Zu den bedeutenderen Leistungen des Preisträgers zählen Tätigkeit auf dem Gebiet der Planung, der Konstruktion, der Forschung oder der Ausbildung.

• Die Georg-S.-Richardson-Auszeichnung

wird verliehen für eine neue herausragende Leistung im Brückenbau. Das Projekt, dem die Georg-S.-Richardson-Auszeichnung verliehen wird, muß zu einer deutlichen Verbesserung oder Weiterentwicklung der Brückenbautechnik führen. Es sollte einzigartig und vielschichtig sein sowie eine neuartige Verwendung von Baustoffen aufweisen.

• Die Gustav-Lindenthal-Auszeichnung

wird verliehen für eine neuere herausragende Leistung im Brückenbau. Das Projekt muß einen oder mehrere Gesichtspunkte der Verbesserung oder Weiterentwicklung der Brückenbautechnik erkennen lassen und zwar durch Innovation in bezug auf Technik oder Material, durch einen hohen ästhetischen Standard, durch Einklang mit der Umwelt oder erfolgreiche Berücksichtigung öffentlicher Belange bei Planung und Entwurf.

An dem jährlichen Wettbewerb können sich alle examinierten Ingenieure und noch nicht examinierten Studenten beteiligen, die Ingenieurwissenschaften als Hauptstudium gewählt haben und eine anerkannte Bildungseinrichtung oder Universität in den USA besuchen.

Siehe auch »Finanzielle Hilfe für Studenten & Möglichkeiten«

Die IBC Expo ’99 vertritt 106 der im Brückenbau führenden Organisationen und Unternehmen.

Wenn Sie weitere Informationen bezüglich der IBC Expo 2000 wünschen, so füllen Sie den Online-IBC-Fragebogen aus.

Diese Seite wurde am 23. Juni 1999 auf den neuesten Stand gebracht und am 29. Februar 2000 ins Deutsche übersetzt.